Landtagsbesuch bei Ministerin Yvonne Gebauer

FDP Recklinghausen im Gespräch mit Ministerin Gebauer
FDP Recklinghausen im Gespräch mit Ministerin Gebauer

Während des Landtagsbesuches durch die FDP Recklinghausen ergab sich ein interessantes Gespräch mit der Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen Yvonne Gebauer (FDP) und dem Staatssekretär Mathias Richter.

Ministerin Gebauer betonte, dass die Grundlagen für eine gute Schule nicht allein durch die bauliche und personelle Ausstattung der Schulen gegeben sei. Auch die Lehrpläne werden intensiv im Hinblick auf den Übergang zu G9 überarbeitet.  Derzeit befinden sich die Kernlehrpläne der Sekundarstufe I in Bearbeitung, genauso wie die Stundentafeln. Insgesamt sind 158 Kernlehrpläne zu überarbeiten, die vereinzelt über 20 Jahre alt sind. Dieses Mammut-Unterfangen wird die nächsten Jahre andauern.

 

Wie im Koalitionsvertrag zwischen CDU und FDP festgehalten,

sollen vor allem die MINT-Fächer und Sprachen gestärkt werden; daher wird fachbezogener, inhaltlicher Unterricht von der Grundschule bis in die Oberstufe wieder gestärkt. Frau Gebauer möchte auch den Leistungsbegriff wieder positiv an den Schulen verankern.

 

Für die Schulsozialarbeit werden zusätzlich zu den bisher 593 Stellen noch weitere 600 geschaffen. Mathias Richter erklärte, dass die Mittel dafür aus unterschiedlichen Töpfen kommen, was zu Friktionen in der Ausgestaltung vor Ort führt; auch dieses Thema steht auf der Agenda.  Die Schulsozialarbeiterstellen  sollen nach einem Schlüssel auf die Schulen verteilt werden; auch für die Schulen in Recklinghausen bedeutet dies rechnerisch für nahezu jede Schule einen Sozialarbeiter. Letztlich verantwortlich für die Umsetzung und Ausgestaltung sind die zuständigen kommunalen Behörden.

 

Mathias Richter führte weiter aus, dass über 60 Mio für die digitale Schule eingeplant werden und zur Zeit an schulformbezogenen und pädagogisch sinnvollen IT-Schulkonzepten gearbeitet wird. Nochmals wiesen Ministerin und Staatssekretär darauf hin, dass immer noch Millionenbeträge GuteSchule2020 beim Ministerium durch einige Städte nicht abgerufen wurden.


Aus dem Stadtverband Recklinghausen wird die Bitte an die Leitung des Ministeriums herangetragen, Lehrern künftig den Zugang zu  Online-Plattformen mit qualitativ hochwertigen Inhalten zu ermöglichen; auch wäre es wichtig, die Schulen beim Aufbau und dem Betrieb der IT-Infrastruktur mit modernen und zeitgemäßen Supportkonzepten zu unterstützen.