Kommentar zur RZ-Berichterstattung zum Kreishaus

Ja, es ist mehr als unschön, manche sagen es sei katastrophal, dass das Kreishaus so viele Mängel aufweist, dass es innerhalb von vierzig Jahren derart sanierungsbedürftig ist.
Nur leider sind die Hauptverantwortlichen dafür nicht mehr da und deshalb müssen die jetzt Beteiligten sehen, wie sie eine sinnvolle Lösung finden.

Ja, ein Neubau kostet viel Geld.

Ja, es ist das Geld der Städte und damit auch das Geld der Bürger, das hier ausgegeben wird.

Und gerade deshalb stand für alle Beteiligten auch immer die Wirtschaftlichkeitsfrage im Vordergrund aller Überlegungen, also der feste Wille, mit diesem Geld so vernünftig wie nur möglich umzugehen.

 

Aber, auch wenn es unglaublich erscheint - und das kann jeder nachprüfen, der sich die Mühe macht, sich einmal tatsächlich mit den Daten, Fakten und Zahlen zu beschäftigen - die Variante Neubau am Ossenbergweg ist die für die Städte des Kreises kostengünstigste Variante.

 

Sie kostet die Städte, die den Kreis über die Kreisumlage finanzieren, im Vergleich mit allen anderen Möglichkeiten am wenigsten.

 

Im Übrigen wünscht die Personalvertretung der Kreisverwaltung ausdrücklich den Neubau inklusive der offenen Arbeitswelt.

 

Die scheinbar einfachste Lösung, stückchenweise im Bestand zu reparieren, wird ein Fass ohne Boden, für die Beschäftigten und alle Kunden des Kreishauses eine jahrzehntelange Belastung und für die Städte extrem viel teurer als die jetzt im Kreistag beschlossene Lösung.

 

Im Übrigen hat sich der Kreistag seine Entscheidung, Geld für die Sanierung oder Neubau auszugeben, nicht leicht gemacht. Über das Thema ist fast zehn Jahre lang intensiv beraten und diskutiert worden, Gutachten sind geschrieben und externer Sachverstand ist

eingeholt worden, immer wurde die wirtschaftlich günstigste Lösung gesucht und die, die für Beschäftigte und Kunden am Besten ist. Und die wurde jetzt beschlossen.

 

Klicken Sie sich durchs Netz; die Seiten des Kreises unter www.kreis-re.de/Inhalte/Kreishaus/Kreishaussanierung/ bieten Ihnen viele Fakten; der Sanierungsbedarf des Kreishauses wurde vom WDR gefilmt und eindrucksvoll zusammengefasst.

 

Schulsanierungen sind für die Städte weiterhin problemlos möglich; sie brauchen nur die Mittel, die das Land im Rahmen des Paketes 'Schule 2020' zur Verfügung stellt, abzurufen.

 

Die Stadt Recklinghausen tut das, ganz unabhängig von oder, wenn Sie so wollen, trotz der Kreisumlage.

 

 

Viel Spaß bei der Recherche wünscht Ihnen

 

Dagmar Richter