Trauer um Dr. Franz-Josef Bootz

Unser politischer Mitstreiter und Freund Dr. Franz-Josef Bootz ist am 12.09.2018 verstorben.

Sein Tod ist für uns in der FDP und ebenso für die Recklinghäuser Politik ein großer Verlust. Wir verlieren einen guten Freund, einen engagierten Kommunalpolitiker und einen echten Recklinghäuser.

Franz-Josef Bootz wurde am 14. September 1947 in Recklinghausen geboren. Er wuchs in Suderwich auf und kehrte nach seiner Studienzeit in Münster in seine Heimatstadt zurück und führte später über Jahrzehnte die Quellberg-Apotheke, die nicht selten auch Treffpunkt für politische Gespräche und Entscheidungen war. Seine Apotheke auf dem Quellberg war für ihn aber immer auch ein Ort der Begegnung. Er war sehr gerne ein geselliger Ansprechpartner mit einem stets offenem Ohr für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger.

 

1992 trat er in die FDP ein und setzte sich fortan für den Wiederaufbau des Stadtverbandes Recklinghausen ein. Bereits 1994 wurde er zum Stadtverbandsvorsitzenden gewählt, führte den Stadtverband bis 2010 und baute die politische Arbeit der FDP in Recklinghausen zusammen mit anderen Weggefährten weiter aus. Als 1999 die FDP wieder in den Rat der Stadt Recklinghausen einzog, begann Dr. Franz-Josef Bootz seine Arbeit als Fraktionsvorsitzender, die er bis 2014 fortsetzte. Bis zu seinem Tod gehörte er dem Rat der Stadt Recklinghausen als engagierter und über Parteigrenzen hinweg geschätzter Ratsherr an.

In seinem gesamten politischen Wirken war er auch immer auf der Suche nach neuen Ideen zur Verbesserung der Lebensumstände der Bürgerinnen und Bürger. Er ging mit offenen Augen durch die Welt und brachte manchmal aus fernen Ländern und von seien Urlaubsreisen die eine oder andere Inspiration und Bereicherung für die Recklinghäuser Stadtpolitik mit.

 

Die Entwicklung der einzelnen Stadtteile und der Erhalt der Nahversorgungszentren, sowie die Entwicklung der Brachflächen lagen ihm am Herzen. Wo Stillstand herrschte, forderte er schnell Aufbruch und Entwicklung ein. So war es für ihn ein Muss, sich auch in der Empfehlungskommission zum Trabrennbahn-Gelände auf der Hillerheide oder bei der Entwicklung des Saalbaugeländes einzubringen. Immer im Fokus stand bei ihm ohnehin sehr oft die Stadtentwicklung und der Recklinghäuser Einzelhandel.

 

Er setzte in vielen wichtigen Gremien des Rates und der Stadt Recklinghausen ein. So war er Mitglied der Arbeitsgruppe Einzelhandel, er engagierte sich im Ausschuss für Stadtentwicklung, im Betriebsausschuss, in der Ratskommission für Friedhofswesen und in der Ratskommission für Menschen mit Behinderungen.

 

In unserer FDP unterstützte er immer wieder vor allem neue Parteikollegen, die sich aktiv in die politische Arbeit einbringen wollten, gab Tipps und erklärte das politische Geschehen und die politische Arbeit in Recklinghausen. 

 

Für seine Positionen setzte er sich zwar stets sehr energisch und mit aller Macht ein, dabei wertschätzte er jedoch immer seine politischen Mitbewerber.

 

Viele, die sehr eng mit ihm zusammengearbeitet haben, werden ihn sehr vermissen. Das gilt auch für seinen Ratskollegen und für den aktuellen Fraktionsvorsitzenden Udo Schmidt: „Für mich war er nicht nur der zuverlässige Partner, auch für kontroverse Diskussionen, sondern auch ein sehr guter Freund.“

 

Auch die Stadtverbandsvorsitzende Marlies Greve blickt zurück: „Ich kannte ihn seit mittlerweile 22 Jahren und werde ihn in guter Erinnerung behalten. An ihn werde ich immer mit einem Lachenden und einem weinenden Auge zurück denken. Wenn ich an seinen frechen Humor denke, muss ich einfach schmunzeln. Als Gesprächspartner und Ratgeber wird er mir fehlen. Ihn musste man nicht um eine ehrliche Meinung bitten, man bekam sie serviert – direkt und fair. Das werden viele an ihm zu schätzen wissen, die ihn gut kannten."

 

An eine sehr intensive und gemeinsame Zeit erinnert sich auch der FDP-Kreisvorsitzende Mathias Richter, mit dem er seit 1995 zusammengearbeitet und mit dem er 10 Jahre gemeinsam die FDP im Rat der Stadt Recklinghausen vertreten hat: "Franz-Josef war ein echter Recklinghäuser und ein Vollblut-Kommunalpolitiker mit Herzblut und Liebe zu den Bürgerinnen und Bürgern. Und er war ein verantwortungsvoller Parteifreund, der sich für die Existenz und für den Erfolg der FDP vor Ort nachhaltig engagiert hat. Vor allem war er jedoch ein guter Freund, mit dem man viel Freude haben und fast zeitgleich heftige politische Auseinandersetzungen führen konnte. Wofür ich ihm immer dankbar sein werde: Wenn es drauf ankam, konnte ich mich auf ihn verlassen."