Infostand - 100 Jahre Frauenwahlrecht

Was heute selbstverständlich ist, wurde in Deutschland erst vor 100 Jahren eingeführt, das Frauenwahlrecht.
Heute können Frauen in Deutschland  selbstverständlich das passive und aktive Wahlrecht in Anspruch nehmen, sie dürfen wählen und gewählt werden.

 Noch vor 150 Jahren hatten Frauen in Deutschland deutlich weniger Rechte. Sie hatten weder ein Recht auf persönlichen Besitz, noch hatten sie das Recht zu arbeiten. Dazu benötigte eine Frau die Erlaubnis ihres Ehemannes oder, wenn sie nicht verheiratet war, die Erlaubnis ihres Vaters.
Ein politisches Engagement war damals für Frauen undenkbar. Selbst eine Mitgliedschaft in politischen Vereinen war Frauen verboten. Die politisch interessierten Frauen mussten sich zunächst also heimlich austauschen. Im Laufe der Jahrzehnte wurde ihr Ruf nach dem Frauenwahlrecht aber immer lauter und konnte schließlich nicht mehr ungehört bleiben.

Der Stadtverband der Freien Demokraten in Recklinghausen hat aktuell unter den Stadtverbandsmitgliedern einen Frauenanteil von 25,64 %.

Der zum Jahresbeginn neu gewählte Stadtverbandsvorstand inclusive Beisitzern hat einen Frauenanteil von 30%.

Die FDP ist mit 2 Sitzen im Rat der Stadt Recklinghausen vertreten. Nachdem jüngst einer der beiden Ratssitze mit Annegret Urbahn neu besetzt wurde, ist der Frauenanteil hier auf 50 % gestiegen.
Die Fraktion besteht aus insgesamt 16 sachkundigen Bürgerinnen und Bürgern. Hier haben wir einen Frauenanteil von 37,5 %.

Am 12.11.1918 wurde der rechtliche Grundstein für das Frauenwahlrecht in Deutschland gelegt.
Am 19.01.1919 nahmen über 80 % der wahlberechtigten Frauen ihr Recht wahr. Mit dieser Wahl zogen die ersten weiblichen Abgeordneten in die Nationalversammlung ein.

Und wo stehen wir heute?
Mittlerweile werden viele politische Ämter von Frauen besetzt. Doch obwohl die Hälte der Bevölkerung weiblich ist, sind Frauen in der Politik unterrepräsentiert. Und dafür gibt es viele Gründe.