Mehr Frauen in die Politik

Warum gibt es so wenig aktive Frauen in der Politik und wie gewinnt man mehr Frauen für ein politisches Engagement?
Diese Frage wird immer wieder gestellt.
Um interessierten Frauen die Möglichkeit zu bieten sich zu informiern hat das FrauenForum Recklinghausen in Kooperation mit der Ratskommission für Gleichstellungs- und Frauenfragen gemeinsam mit der VHS Recklinghausen ein Speed-Dating mit den Ratsfrauen ins Leben gerufen. Am 8. Oktober 2019 war es dann so weit. Moderiert wurde die Veranstaltung von Monika Engel (VHS Herten). Die interessierten Frauen hatten Gelegenheit den bereits aktiven Ratsfrauen Fragen zu stellen und auf einer persönlichen Ebene zu erfahren, was die einzelnen Frauen dazu gebracht hat sich politisch zu engagieren, welche Stolpersteine sie zu überwinden hatten und vor allem, warum sie sich politisch engagieren. Und wo kann man das am besten machen? Natürlich im Ratssaal.

Frauen sind - ob in Bundes-, Landes- oder Kommunalpolitik - bislang unterrepräsentiert.
Um diesem Status quo aktiv entgegen zu wirken, wurde das Speed-Dating mit Ratsfrauen für politikinteressierte Frauen ins Leben gerufen.
Ziel der Veranstaltung war es, Interesse und Mut bei den interessierten Frauen zu wecken. Sie konnten den anwesenden Ratsfrauen ganz persönlich Fragen zu den individuellen Wegen zur politischen Arbeit und der Motivation stellen.
Auch wenn teilweise immer noch die Meinung vorherrscht, Frauen hätten weniger Interesse an Politik, so zeigt eine solche Veranstaltung das Gegenteil.
Wirft man einen Blick auf die Daten zur Wahlbeteiligung, lassen sich keine nennenswerten Unterschiede zwischen Frauen und Männern feststellen. Auch ist es keineswegs so, dass sich Frauen weniger ehrenamtlich engagieren würden als Männer. Einige Ratsfrauen in Recklinghausen haben über ein anderes ehrenamtliches Wirken ihren Weg in die Politik gefunden.
Das Argument, dass Frauen in Sitzungen bezüglich der Diskussionskultur benachteiligt seien konnte von den Ratsfrauen ebenfalls widerlegt werden.
Ein Mandat im Stadtrat ist in jedem Falle zeitaufwändig. Das ehrenamtliche Engagement mit Familie und Beruf zu vereinbaren, fordert immer wieder das Organisationstalent heraus. Das ist ein Aspekt, der sicherlich viele Frauen wie Männer vor dem politischen Engagement zurückschrecken lässt. Ein oftmals angesprochener Lösungsansatz wäre, eine Änderung von Sitzungszeiten, sowohl was den Beginn als auch die Dauer angeht, zu überprüfen.